Golflexikon I-Z

Die Fachbegriffe auf dieser Seite sollen Ihnen helfen sich möglichst schnell in der Golfwelt zurechtzufinden.

I

Inch
Englisches und amerikanisches Längenmaß. Umrechnungfaktor: 1″ = 2.54 cm.

Insert
Einsatz in der Schlagfläche eines Schlägerkopfes. Wird bei vielen Puttern entweder flächenfüllend oder als kleiner Einsatz verwendet.

Interlock-Griff
Ein spezieller Schlägergriff, bei welchem der Zeigefinger der rechten Hand zwischen dem Ring- und dem kleinem Finger der linken Hand liegt.

L

Lob
Hoher, sehr kurzer Schlag auf das GrĂĽn.

Lie
Der Lie Winkel ergibt sich zwischen Boden und Schaftachse, wenn der Schläger korrekt ausgerichtet ist. Maßeinheit ist Grad.

Loch
Auf 18 Spielbahnen findet man 18 Löcher, welche einen Durchmesser von viereinviertel Inches (107,9 mm) haben und vier Inches (101,6 mm) tief sind. Hier puttet oder schlägt man bei einem “Hole-in-One” den Ball hinein. Dass es 18 Löcher sind, legte man 1764 in St. Andrews fest. Mittlerweile gibt es aber auch 9-Loch-Turniere, wo man für die Handicap-ERmittling dem Spieler 18 Nettopunkte schenkt.

Loft
Die Schlagflächenneigung wird mit Loft bezeichnet und mit Grad angegeben. Gemessen wird er bei Hölzern und Eisen unterschiedlich. Während man bei Eisen einfach die Abweichung von der Schaftachse nimmt, wird bei den Hölzern der Winkel von der Sohle zum Face minus 90° gemessen.

M

Mitgliedschaft
Nach der DGV-Platzreife müssen Sie sich überlegen, wo Sie Mitglied werden, damit auch Ihr DGV-Ausweis und damit Ihr Handicap ordnungsgemäß verwaltet werden. Die exklusivste Form der Mitgliedschaft ist natürlich die Zugehörigkeit zu einem Golfplatz. Hier kauft man sich über eine Jahresspielgebühr ein. Neben der Mitglieschaft im Club ist die Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) für den Anfänger die klaschische Variante. Die Mitgliedschaft in der VcG ist eine preisgünstige Möglichkeit, um in den Golfsport einzusteigen. Einige Golfplätze bieten aber auch Fernmitgliedschaften zu einem akzeptablen Preis an. Sie müssen für sich kalkulieren, wie oft Sie auf den Golfplatz gehen und inwieweit sich die entsprechende Mitgliedschaft für sie lohnt.

MOI = Moment of Inertia (Dt. Trägheitsmoment)
Je höher das Trägheitsmoment eines Schlägerkopfes, desto besser das Ergebnis bei nicht mittig getroffenen Schlägen.

Mulligan
Wer den straflosen Wiederholungsschlag nach einem mißglückten Abschlag eingeführt hat, ist unklar. Nach offiziellen Regelngibt es einen “Mulligan” auch nicht. Bei privaten Runden – besonders unter Männern – wird er oft angewendet.

N

N.A.L.G.
Trotz englisch “National Association of Lefthanded Golfers” ist die Vereinigung für Linkshänder-Golfer bereits 1999 in Krefeld als deutscher Verband für “Lefties” gegründet worden. In Anlehnung an den Linkshänder-WeltverbandW.A.L.G. (World Association Lefthanded Golfers) richtet die N.A.L.G. Germany e.V. die Nationalen Linkshänder-Golfmeisterschaften aus. 2009 fanden die 10. Meisterschaften in Halle in Ostwestfalen statt. Zum Reglement: Für die Linkshänder-Golf-Meisterschaften gibt es keine Qualifikationen oder Vorgaben und die Wertungen sind nicht nach Geschlecht oder Alter getrennt.

Nettoscore
Der Score nach Abzug des Handicaps.

19. Loch
Bezeichnet die Clubhaus-Bar. Fallen Sie nicht darauf rein. Ein Golfplatz hat 18. Löcher. Bei 27 oder mehr fängt es nach dem 18. wieder bei 1. an. Das 19. ist das Clubhaus!

O

Offener Stand
Stellung bei der Ansprache, bei der der Spieler links (bzw bei Linkshändern rechts) vom Ziel steht.

Out of Bounds
Durch weiße Pflöcke gekennzeichnetes Gelände, wo man nicht golfen darf. Man muß den Schlag wiederholen und bekommt einen Strafschlag angerechnet.

P

Par
Ist die Einheit, welche für ein Loch festgelegt wurde und nach welchen sich dann der Golfplatz berechnet. Zum Beispiel muss man bei einem Par-3 mit 3 Schlägen im Loch sein, um Par zu spielen. Je nach Ergebnis errechnen sich die jeweiligen Brutto- und Nettopunkte. Zum Beispiel sollte ein Par 3 von einem Profi (Scratch Golfer) mit 3 Schlägen absolviert werden.

Parkland Course
Ein Parkland Course hat einen umfangreichen Baumbestand, flache und wenig ondulierte Fairways, meist dichter bewachsene Roughs und groĂźe aber eher flache Bunker. So mancher Golfer beschreibt solch einen Golfplatz auch gern als Gegenteil eines Linkscourses.

Pinnacle
Ein Ausdruck, welcher gern von Golfplatzarchitekten verwendet wird, um einen Höhepunkt in ihrer Karriere als Platzdesigner zu bezeichnen.

Pitchmarke
Je nach Ball-Flugbahn hinterlässt der Golfball meistens ein kleines Loch im Grün, welches man Pitchmarke nennt. Mit einer Pitch-Gabel, welche man immer in der Hosentasche mit sich führen sollte, bessert man diese Marke aus.

PGA
Professional Golfers Association (Dachverband der Golfprofis)

Pro oder Proette
Ist die Abkürzung für einen Berufsspieler (Playing Pro) bzw. Golflehrer (Teaching Pro), welcher als “Professional” bezeichnet wird.

Pull Ball
Ball mit gerader Flugbahn der links vom Ziel landet.

Push Ball
Ball mit gerader Flugbahn der rechts vom Ziel landet.

Putter
Ist der Schläger, um den Ball auf dem “Green” ins Loch zu putten.

R

Rough
Wer im Rough landet, sucht erst einmal seinen Golfball, denn je nach Golfplatz ist das Rough dicht und hoch bewachsen. Wer seinen Ball gefunden hat, sollte ĂĽberlegen, ob er seinen Ball mit Strafschlag besser legt.

Ryder Cup
Mannschaftswettspiel zwischen einem jeweils zwölfköpfigen Team aus Europa und USA.

S

Score
Ist die Zahl der Schläge, welche man an einem Loch braucht. Der Gesamtscore ist das Ergebnis nach dem Spiel, welches aus der Scorekarte ersichtlich wird, welche man akurat nach jedem Loch ausfüllt, sozusagen die Addition der 18 Einzelscores oder je nach Turnier der 9 Einzelscores plus 18 “geschenkte” Punkte.

“Einen Schläger mehr”
Die Situation, in der der Spieler einen Schläger mit weniger Loft nimmt (z. B. Eisen 5 statt Eisen 6)

“Einen Schläger weniger”
Die Situation, in der der Spieler einen Schläger mit mehr Loft nimmt (z. B. Eisen 8 statt Eisen 7)

Scorekarte
Ist die Zählkarte, auf welcher man alle wichtigen Angaben zu jedem Loch, wie Länge, Par, Handicap-Schwierigkeitsgrad, entnehmen kann und auf welcher man seine Ergebnisse einträgt. Im Turnier ist man meistens der Zähler eines Flightpartners und füllt dessen Scorekarte aus. Für das eigene Ergebnis findet man eine entsprechende Spalte. Nach dem Spiel und dem Vergleichen der Scorekarten streicht man sein Ergebnis meistens aus.

Scratch
Ein Handicap von null, sozusagen ein Spieler, welcher ständig Par spielt. Man nennt diesen auch einen Scratch-Golfer.

Semirough
Ist das Gebiet zwischen Fairway und Rough.

Signature Hole
Ist das spektakulärste Loch eines Golfplatzes, sozusagen die “Visitenkarte”, welches den Platz einzigartig macht und gern für Fotoaufnahmen verwendet wird.

Slice
Hier wird die Ballkurve nach den Schlag beschrieben. Beim Slice startet der Ball nach links oder gerade und landet rechts vom angepeilten Ziel. Der Ball hat somit eine starke Rechts-Kurve gemacht. Bei Linkshandgolfern (Lefties) macht der Golfball bei einem Slice entsprechend eine starke Links-Kurve. Gegenteil von Hook. Auslöser: Das Handgelenk ist nach oben abgewinkelt oder oft auch ein zu kräftiger Schwung oder eine zu schnelle Körperdrehung, falscher Griff, Schaft oder Schlägerlänge.

Square
Wenn die Schlagfläche des Schlägers in einem Winkel von neunzig Grad zur angenommenen Ziellinie steht, spricht man davon, dass sie “square” ist. Die Voraussetzung für einen geraden Schlag.

Stableford
Spielform, bei der die Scores, an den einzelnen Löchern in Punkte umgerechnet werden. Diese Zählmethode wurde vom englischen Arzt Gordon Stableford 1898 erfunden, und basiert auf dem Prinzip, dass ein besonders schlechtes Resultat auf einem Loch, während der Runde nicht so schwer zählt als beim klassischen Zählwettspiel und daher leichter wettgemacht werden kann. Der Spieler erhält für jene Leistung, die er laut Handicap erzielen soll (“Netto-Par”) bei jedem Loch- 2 Punkte; pro Schlag den er weniger benötigt erhält er jeweils einen Punkt mehr, hingegen für einen mehr benötigten Schlag (“Netto-Bogey”) bekommt er noch einen Punkt, bei zwei oder mehr weiteren Schlägen erhält er keinen Punkt mehr. Bei einem Resultat von 36 Stableford- Punkten (18 Löcher mal 2 Punkte = 36) hat der Spieler sein Handicap erreicht. Sieger ist, wer nach 18 Löchern die meisten Punkte hat.
Vorteil dieser Zählweise ist es, dass ein Spieler bei einem völlig schlecht gespielten Loch, höchstens 2 Punkte verlieren kann, die er an anderen Löcher wieder mit guten Schlagzahlen aufholen kann.

Strafschlag und Distanzverlust
Eine Strafe, bei der der Spieler zum Ort des letzten Schlags zurĂĽckkehren muss und einen Schlag zu seinem Score fĂĽr das Loch hinzurechnen muss.

Stroke Index
Schwierigkeitsgrad der Löcher.

Sweetspot
Der Punkt auf der Schlagfläche, der genau vor dem physikalischen Schwerpunkt liegt. Das Treffen dieses Punktes bewirkt eine optimale Weite und Kontrolle. Da an diesem Punkt die Energie sehr effizient vom Schläger auf den Ball übertragen wird, entstehen kaum Vibrationen und der Kontakt fühlt sich sehr weich an.

T

Tee
Wenn man vom “Tee” redet, meint man entweder den Abschlagplatz des jeweiligen Loches oder den Stift, auf welchem man den Golfball für den Abschlag mit dem Driver setzt. Achtung: Wer beim Probeschwung oder bei den Schlagvorbereitungen den Ball vom “Tee” stößt, kassiert einen Strafpunkt. Mancher Flightpartner drückt aber auch ein Auge zu, ist es den meisten schon passiert.

Trolley
Wagen zum Befördern des Golfbags.

V

Vardon-Griff
Auch gern als Overlapping-Griff bezeichnet, bei welchem der kleine Finger der linken Hand über dem Zeigefinger bzw. zwischen Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand liegt. Dieser Griff wurde durch den englischen Golfpro Harry Vardon (1870-1937) populär, welcher während seiner sechs British-Open-Siege (1896, 1898, 1899, 1903, 1911, 1914) den Griff benutzte.

W

Wasserhindernis
Durch gelbe Pflöcke ist ein frontales Wasserhindernis gekennzeichnet, durch rote Pflöcke ein seitliches. Ist der Ball bespielbar, darf man ihn ohne Strafschlag ohne Probeschwung weiterspielen.

Wedge
Das Wedge ist der Schläger, der für Annäherungsschläge zum Grün benutzt wird. Schläge mit dem Wedge fliegen aufgrund des starken Lofts (Loftes) sehr hoch und mit viel Backspin, was dazu führt, dass der Ball nach der Landung nur eine kleine Strecke rollt oder teilweise sogar zurück springt bevor er liegen bleibt.

Z

Zählspiel
Variante, bei der jeder Spieler seinen Score fĂĽr jedes Loch aufschreibt. Der mit dem kleinsten Score gewinnt.